18 | 12 | 2017

 

Willkommen bei der

 

dgti


November 2017

20. November 2017: Transgender Day of Remembrance - Transgender Tag der Erinnerung

Der 20. November 2017 ist ein Tag der Trauer.

Der Transgender Day of Remembrance erinnert uns an die 325 Opfer transfeindlicher Gewalt in den letzten zwölf Monaten. 325 Menschen, die Opfer von religiösem Fundamentalismus, populistischer Hetze und staatlich geduldeter Verfolgung geworden sind. Die Opfer in Europa sind aber auch Opfer politischer Untätigkeit.

Der Europarat und das Europaparlament fordern schon lange die Aufklärung der Bevölkerung. Doch nichts passiert. weiterlesen..

 

Transtagung Frankfurt Transsexualität transsexuell

Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht beschließt dritten Geschlechtseintrag

In einem Aufsehen erregenden Urteil hat das Bundesverfassungsgericht am 8.11.2017 einen Beschluss für einen positiven, also benannten, Geschlechtseintrag gefasst. Dieser ist bis zum 31.12.2018 in die Praxis umzusetzen. Die Presserklärung der dgti dazu ist hier zu finden. Wir danken Vanja von der "dritten Option" für den Einsatz bis zum erfolgreichen Ende !

 


Oktober/November 2017

Transtagung Frankfurt Transsexualität transsexuell

Transgender Awareness Week Rhein-Main 2017 - Woche der Beachtung 11.10. - 22.11.2017

in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden. Wir präsentieren die Ausstellung Max ist Marie vom 12.10.-22.11 in Mainz, zeigen den Film Mädchenseele am 17.10. in Wiesbaden, diskutieren mit Ihnen über unser Projekt Reformation für Alle* am 19.10. in Mainz und freuen uns, wenn Sie unsere Tagung in Frankfurt besuchen. Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden. Wir schließen die Woche der Beachtung mit einem evangelischen Gottesdienst mit Pfarrerin Elke Spörkel am 22.10.2017 in der Christuskirche Mainz ab. 

Vor mehr als 20 Jahren fand die letzte Trans* Tagung mit bundesweitem Anspruch in Frankfurt am Main statt. Mit Förderung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt am Main präsentieren wir

Trans* in Frankfurt 2017 - Trans* Tagung Transidentität / Transsexualität 14.10.-15.10.2017

 eine Fach- und Informationstagung für Trans*, transidente, transsexuelle Menschen sowie medizinische, therapeutische und pädagogische Fachkräfte.

Wir bieten Fachbeiträge nationaler und internationaler Expert_innen sowie viele Workshops.  Durch die großzügige Förderung sind wir in der Lage, die Übernachtung für Teilnehmende mit einer Anreise größer 50km als im Tagungsbeitrag enthalten anzubieten. Voraussetzung ist die Unterbringung in Mehrbettzimmern. Die Verpflegung ist mit dem Tagungsbeitrag abgedeckt. Anmeldung und Information unter transinfrankfurt.de


Oktober 2017

Beteiligung des "Vertreter des öffentlichen Interesses" im TSG entfällt

Im Bundesgesetzblatt Nr. 49 vom 24. Juli 2017 wurde auf Seite 2530 eine kleine Änderung des Transsexuellengesetzes in § 3 Abs. 2 und 3 vom 20. Juli 2017 bekanntgegeben.

Mit dieser Änderung wird in § 3 Abs. 2 wie folgt neu gefasst: "Beteiligter des Verfahrens ist nur der Antragsteller oder die Antragstellerin." Weiterhin wird Abs. 3 komplett aufgehoben.

Was bewirkt dies Änderung? Der bisher am Verfahren beteiligte "Vertreter des öffentlichen Interesses" entfällt mit dieser Änderung. Dadurch beschleunigt sich das Verfahren nach dem Beschluss des zuständigen Amtsgerichts um einige Wochen.


September 2017 

Ehrenmitgliedschaft für verdiente Inhaberin einer dgti-Beratungsstelle

Inge Hildner aus Nürnberg, langjährige Inhaberin der dgti-Beratungsstelle Mittelfranken/Oberfranken/Oberpfalz wurde aufgrund eines einstimmigen Beschlusses der Mitgliederversammlung 2017 zum Ehrenmitglied der dgti e.V. ernannt. Sandra Wißgott übergab im Auftrag des Vorstands die Ehren-Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenmitglied sowie einen Einkaufsgutschein für eine nahegelege Großhandelskette und einen Blumenstrauß an Inge Hildner.

Inge Hildner   Ehrenurkunde

Die gesamte dgti e.V. dankt Inge Hildner für die langjährige, engagierte Arbeit zum Wohle der Betroffenen in der Region.

 


August 2017 

Bundesärztekammer: Transsexuelle Menschen für die Blutspende zugelassen:

Ab sofort sind Trans*, transidente, transsexuelle Menschen für die Blutspende zugelassen. Die Richtlinie zur Hämotherapie der Bundesärztekammer wurde aktualisiert. Ausnahmen gelten weiterhin generell für Menschen mit sexuellem Risikoverhalten. Warum diese Personengruppe in heterosexuelle Menschen und transsexuelle Menschen aufgeteilt wird ist nicht ersichtlich, da für beide Gruppen die gleichen Bedingungen gelten. 


Unsere Beratungsstelle am Bodensee geht an den Start:

Christin Löhner

Christin Löhner, Gründerin der Trans* SHG Hegau am Bodensee, steht Ihnen für Beratungsanfragen zur Verfügung.


28.Juli 2017

Unsere Beratungsstelle Hamburg geht an den Start:

Ansprache im Senat zu Reformation für Alle* Gruppenbild csd Eröffnung 2017

Unsere Beraterin Greta Bollig präsentiert unser Projekt Reformation für Alle* beim Senatsempfang im Hamburger Rathaus zum Start des CSD Hamburg 2017 

 


Juni 2017

Steter Tropfen höhlt den Stein – Initiativen im Bundesrat zum Transsexuellengesetz

Die dgti e.V. hat sich in vielen Gesprächen mit Politikern, mit der Unterstützung zahlreicher Vereine, Institutionen, Unternehmen und einer Stadt, die unsere Initiative, zur Bitte an die Bundesländer den Begutachtungszwang im TSG über den Bundesrat abzuschaffen, unterzeichnet haben, in den Köpfen der Politiker_innen bemerkbar gemacht. Dazu hatten wir alle Fraktionen der Regierungsparteien in den Bundesländern angeschrieben und zahlreiche Gespräche mit z.B. Fraktionsvorsitzenden und Mitgliedern der Landtage geführt. Die vollständige Liste der Unterzeichner kann hier eingesehen werden.

Am 12.5.2017 wurde das 1. Etappenziel erreicht und die rheinland-pfälzische Landesregierung hatte im Bundesrat die Abschaffung des Begutachtungszwangs und ein neues Gesetz zur rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsidentität und Schutz der Selbstbestimmung bei der Geschlechterzuordnung gefordert.

Dem Entschließungsantrag 362/17 haben sich die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen und Thüringen angeschlossen und dies führte am 2.6.2017 zur Entschließung des Bundesrats.

In der Entschließung heißt es unter 6):

„… Dabei ist insbesondere die teure und unnötige Begutachtungspflicht vor einer Vornamens- beziehungsweise Personenstandsänderung sofort abzuschaffen und durch ein Verwaltungsverfahren zur Anerkennung der Geschlechtsidentität zu ersetzen.“

Damit ist jetzt der Bundestag gefordert tätig zu werden. Die Zeit dafür in der laufenden Legislaturperiode wird knapp.

Wie notwendig eine Neuregelung ist, lässt sich aus den vielfältigen Hürden erkennen, die einzelne Amtsgerichte immer wieder aufbauen und nicht durch die Rechtslage begründbar sind. So werden von einem Amtsgericht regelmäßig drei statt zwei Gutachten verlangt, ein anderes schaltet bei Personenstandsänderung für Jugendliche zusätzlich ein Familiengericht ein oder verlangt zusätzlich zum Bundespersonalausweis einen Nachweis der Staatsbürgerschaft.

Durch die Annahme des Selbstbestimmungsgesetzes der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DER GRÜNEN (Drucksache 18/12179 des Bundestages) könnten entscheidende Verbesserungen erzielt werden.

Daher werden wir nicht nachlassen durch Information und Aufklärung auch und gerade von Abgeordneten des Bundestags dazu beizutragen, dass das TSG durch ein dem Erkenntnisgewinn der vergangenen Jahrzehnte Rechnung tragendes Gesetz ersetzt wird. Dabei darf jedoch auch die Gesundheitsversorgung transidenter und transsexueller Menschen nicht aus dem Fokus verloren werden. Nach wie vor entsteht viel Leid dadurch, dass Leistungen durch gesetzliche Krankenkassen nur über Einzelfallentscheidungen gewährt werden. Auch dies bedarf einer dringenden Neuregelung.

Wir fordern daher die MdB auf,

1) noch in dieser Legislaturperiode einer umfassenden gesetzlichen Neuregelung zur rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsidentität sowie dem Schutz der Selbstbestimmung bei der Geschlechtszuordnung in einem Verwaltungsverfahren zuzustimmen. 

2) und die Leistungen zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen gesetzlich so zu regeln, dass sie für alle transidenten und transsexuellen Menschen frei zugänglich sind, analog wie im Sozialgesetzbuch V §23 (1) beschrieben.

 


Mai 2017

Einer für alle Menschen und alle Geschlechter:

Der neue dgti-Ergänzungsausweis im Format einer Scheckkarte

ist derzeit die einzige standardisierte Form eines Ausweispapiers, das der besonderen Situation betroffener Menschen Rechnung trägt und dabei versucht, keine Segregation innerhalb von Trans*verortungen vorzunehmen.

Viele Institute (Banken, Spar- und Raiffeisenkassen, Volksbanken) stützen sich vor der amtlichen Vornamens- und Personenstandsänderung auf diesen dgti-Ergänzungsausweis. Auf dieser Grundlage wird dann eine entsprechende Kontokarte erstellt. Die gesetzlich geforderte Identifikation und Legitimation bleibt vollkommen unberührt und ist gewährleistet. Letztendlich bevollmächtigen Sie sich selber unter dem "neuen Namen".

Weitere Informationen und Bestellung hier!


März 2017

Liebe Alle,
der Leitlinienentwurf ist da - bitte kommentiert zahlreich! Es handelt sich um eine öffentliche Kommentierung für jederman_frau_mensch. Ihr müsst keine Mediziner_innen oder Berater_innen sein, alle können mitmachen.
Unter folgendem Link https://ww3.unipark.de/uc/leitlinie/ steht die Leitlinie bis zum 02.04.2017 der interessierten Öffentlichkeit zur Kommentierung zur Verfügung.

Der vorliegende Leitlinienentwurf ist das Zwischen-Ergebnis eines langen, zum ersten Mal wissenschaftlichen Ausarbeitungs- und Abstimmungsprozesses von 15 medizinischen Fachgesellschaften und 2 trans* Personen (ab 2015 seit Gründung des Bundesverbandes - jetzt der Bundesvereinigung - BVT*-Vertreter_innen): http://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/138-001.html.

Der Leitlinienentwurf ist sicher meilenweit besser, als das was wir derzeit haben - aber in manchen Abstimmungen hat sich leider doch die trans*-emanzipatorische Perspektive nicht ganz durchgesetzt. Deswegen ist dieser - von uns eingeforderte - Kommentierungsschritt so wichtig, um die entsprechenden Stellen zu kritisieren. Mischt Euch ein, fordert Eure Bedürfnisse ein! Je mehr desto besser!

Für Fragen zum Enstehungsprozess bzw. zu den Leitlinien selbst stehen Euch Mari Güther (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und ich (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) als jene BVT*-Vertreter_innen in der Leitlinienkomission zur Verfügung.
Viele Grüße Fronck
 
Bitte leitet/leiten Sie den Link in Eure/Ihre einschlägigen Verteiler weiter und postet ihn auf Euren/Seiten Seiten (gerne auch den Seiten der Fachgesellschaften und Verbände), damit das Online-Kommentarverfahren einen großen Zuspruch erhält.
Ich bin sehr gespannt auf das Feedback und sende beste Grüße aus Hamburg,
Dr. Timo O. Nieder
Leiter, Spezialambulanz für Sexuelle Gesundheit und Transgender-Versorgung
Stv. Sprecher, Interdisziplinäres Transgender Versorgungscentrum Hamburg
Koordinator für Lehre
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie
Martinistraße 52
Gebäude West 38 (Seitenflügel)
20246 Hamburg
Tel: +49 (0)40 7410-54232
Fax: +49 (0)40 7410-56406
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.uke.de
 

Januar 2017

„Reformation für Alle* - Transidentität / Transsexualität und Kirche“

Was sich wie eine Mission Impossible, eine so gut wie unmögliche Fernreise in unbekannte Welten anhört, ist tatsächlich ein Blick in reale Lebens- und Glaubenswelten evangelischer Christ_innen und gelebte Akzeptanz.

Auch im 500. Jahr der Reformation erneuert sich die Evangelische Kirche in Deutschland. Eine neue Friedensethik nach 1945, die Ordination von Frauen in den 1960er Jahren, die Segnung und vielleicht auch Trauung gleichgeschlechtlicher Paare und jetzt die Themen geschlechtliche Identität und Vielfalt: Diese Reformation ist immer im Gange und beeinflusst auch das Denken aller anderen Menschen, unabhängig davon, ob sie evangelische Christ_innen sind oder nicht.

Lassen Sie sich von diesen neuen Wegen inspirieren und gehen Sie mit der Broschüre und unserem Social Spot auf Nahreise in Welten in Ihrer Nachbarschaft.

Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) e.V.
in Kooperation mit

Asta Dittes, Livia Prüll, Anne Scheschonk, Johanna Schmidt-Räntsch
Gerhard Schreiber, Petra Weitzel

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Die Broschüre ist auch hier online erhältlich (PDF, 4MB) und kann gedruckt über das Publikationsverzeichnis des www.bmfsfj.de bestellt werden.


Berlin, 7.02.2017

dgti Gründerin Helma Katrin Alter erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande

Helma Katrin Alter,
wurde das Verdienstkreuz am Bande für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit durch den Bundespräsidenten verliehen. Die Laudatio hielt der Nürnberger Bürgermeister Vogel am 07.02.2017.



Mit dem Thema Transsexualität setzte sich Katrin Alter sich seit 1968 auseinander und gründete dazu eine Selbsthilfegruppe in Nürnberg. Wegen der damaligen Verschwiegenheit in dieser Thematik, trafen sich 8 Menschen wechselweise zu Hause.

Von 1994 -1997 war sie im Vorstand von Transidentitas e.V., Verein für Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität in Offenbach. http://www.dgti.org/genderpoltik/allesgenderpol/102-projektnrwabstract.html
Die 1998 in Köln gegründete Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. leitete Katrin mit viel Wissen und Engagement bis 2009, heute ist sie Ehrenmitglied.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium entwickelte sie 1998 den dgti-Ergänzungsausweis, der sich seit dem für vielen Menschen als sehr hilfreich erwiesen hat.

Eltern und ihre trans* Kinder lagen Katrin besonders am Herzen, denn sie benötigen im hohen Maße Schutz und fachliche Hilfe. Dazu richtete sie den "Eltern-Kind-Pool“ ein. Heute ist daraus der bundesweit aktive Verein TRAKINE e.V. entstanden: http://www.trans-kinder-netz.de 

In ihrem Sachbuch „Gleiche Chancen für alle“ (2000) schrieb Katrin: „Ich lege die Verantwortung, ein lebenswertes Leben führen zu können, eindeutig in die Hände der Transidenten selbst, im Zusammenleben mit allen Menschen dieser Gesellschaft.“ http://www.dgti.org/bueche.html

Die Anerkennung ihres Lebenswerkes ist ein erster Schritt, aber gleichzeitig  wird die Forderung zu einem selbstbestimmten Leben in unserer Gesellschaft immer dringlicher!

Seit 1968 ist Einiges erreicht worden, aber es gibt noch so viel mehr zu tun. Wir alle sind aufgefordert, weiter energisch für die Persönlichkeitsrechte von trans* Personen zu kämpfen, denn trans* Rechte sind Menschenrechte. Gemeinsam und mit dem Bundesverband Trans* http://www.bv-trans.de und Anderen erreichen wir unsere Ziele eher. Zusammenarbeit ist sehr wichtig, damit Politik, Medizin und Gesellschaft sich endlich bewegen!

 


Berlin, 27.01.2017

Aktuelle TSG-Verfahren beim AG Leipzig

Seit Herbst 2016 mehren sich Meldungen, dass das Amtsgericht Leipzig bei Verfahren zur Vornamens- und Personenstandsänderung nach TSG von vornherein drei Gutachter_innen statt der vom TSG vorgesehenen zwei bestellt. Berichten zufolge ist eine der drei oft eine Gutachterin, die bisher noch nicht mit Gutachten im Zusammenhang mit dem TSG in Erscheinung getreten ist und die ein Honorar verlangt, das dem Zwei- bis Fünffachen üblicher Honorare anderer Gutachter_innen bei Verfahren nach TSG entspricht. Die Gutachterin wird offenbar auch mit Macht versucht durchzusetzen, bei einer Weigerung / Ablehnung der/des Betroffenen wird unter anderem mit der Ablehnung des Antrages gedroht.

Personen, die in nächster Zeit beim AG Leipzig ihre VÄ/PÄ beantragen wollen, sollten sich daher darauf einstellen, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dieser neuen Verfahrensweise konfrontiert werden. Gruppen und Organisationen vor Ort beschäftigen sich aktuell bereits intensiv mit diesen Vorkommnissen, vor allem der TIAM e.V. ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) sowie Kathrin Darlatt vom Referat für Gleichstellung der Stadt Leipzig ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ).

Davon betroffene Personen können gegen dieses Vorgehen beim Präsidenten des Amtsgerichts formellen Widerspruch einlegen. Grundsätzlich dürfen nach TSG §4(3) nur solche Personen mit den Gutachten beauftragt werden, "die auf Grund ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Erfahrung mit den besonderen Problemen des Transsexualismus ausreichend vertraut sind". Bestehen Zweifel an der Qualifikation der beauftragten Gutachter_innen, ihrer Motivation oder gibt es nachweisliche Interessenkonflikte, so sollte der_die Gutachter_in begründet abgelehnt werden.


Mainz, 12.07.2016

Ausstellung Trans* in Arbeit erstmalig in einem Rathaus in Rheinland-Pfalz zu sehen


Auf Anregung und mit Unterstützung der dgti e.V. kommt die Ausstellung Trans* in Arbeit der Berliner Landesantidiskriminierungstelle ins Mainzer Rathaus.


Es ist die erste Mal, dass die Ausstellung ein einem öffentlichen städtischen Gebäude in Rheinland-Pfalz gezeigt wird. Mainz ist damit bundesweit bei den ersten Städten, die das

Thema Transidentität in angemessener Weise in die Öffentlichkeit tragen. Die Stadt Mainz hatte bereits in den vergangenen Jahren mit Plakaten an Litfasssäulen auf Lesben, Schwule und Transidente  aufmerksam gemacht, auf denen Menschen aus den realen Alltag zu sehen waren.

 

Die Ausstellung lädt den Betrachter ein, über die Lebensgeschichten, Diskriminierungs- und Erfolgs-
erfahrungen transgeschlechtlicher Menschen nachzudenken. Sie soll transgeschlechtliche Menschen ermutigen, offen auf Stellensuche zu gehen oder einen Transitionsprozess am Arbeitsplatz zu wagen,
wenn sie innerlich dazu bereit sind. Und sie appelliert an Arbeitgebende, sich für Trans*Menschen zu öffnen und das Potential zu erkennen, das in dieser Öffnung steckt.

Die Ausstellung wird am 13.7.2016 um 18:00h mit einer Begrüßung duchr Hr. Oberbürgermeister Michael Ebling eröffnet mit einer anschließenden Einführung durch Petra Weitzel, dgti e.V.

Besucht werden kann die Ausstellung bis einschließlich 13.8.2016

 

https://www.berlin.de/lb/ads/sensibilisierung/kampagnen/trans-in-arbeit/

 

Auf den Internetseiten der Stadt Mainz:
http://www.mainz.de/freizeit-und-sport/feste-und-veranstaltungen/veranstaltungskalender.php?sp-mode=eventdetail&sp-detail=104559&sp-detail-date=157281

 

 


Berlin, 1.07.2016

Resolution des UN Menschenrechtsrates zum Schutz gegen Gewalt und Diskriminierung basierend auf sexueller Orientierung oder der geschlechtlichen Identität

Der UN Menschrechtsrat hat am heutigen Tag die Resolution A/HRC/32/L.2/Rev.1 verabschiedet und damit auf historisch bemerkenswerte Weise zu den Grund- und Menschenrechten von LSBTTIQ* Menschen Stellung bezogen.

Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (kurz dgti e.V.) begrüßt ausdrücklich die Resolution A/HRC/32/L.2/Rev.1 des UN Menschenrechtsrates vom 1. Juli 2016. Nach der richtungsweisenden Ansprache Hillary Clintons im November 2011 vor der UN Vollversammlung, in der Clinton klar betonte, dass die Menschenrechte für jeden Menschen gelten, ungeachtet der sexuellen Orientierung, ist die heutige Resolution der lange überfällige nächste Schritt. In fast keinem Land der Erde werden die Menschenrechte von LSBTTIQ* Menschen vollständig geachtet oder gar unter besonderen Schutz gestellt - auch nicht in Deutschland.

Nach wie vor werden, auch in Deutschland, intersexuell geborene Kinder vor ihrer eigenen Entscheidungsfähigkeit und ohne dringende medizinische Notwendigkeit operativ geschlechtlich zwangs-zugewiesen. Ein klarer Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die individuelle freie Entfaltung der Persönlichkeit. Trans* und transsexuelle Menschen müssen sich vor dem Gesetz als psychisch gestört erklären lassen, um ihrer Geschlechtsidentität entsprechende rechtliche Anerkennung in Form von Ausweispapieren zu erhalten.

Der staatliche Diskriminierungsschutz für alle LSBTTIQ* Menschen erstreckt sich lediglich auf klare Straftatbestände und wirtschaftlichen Schaden. Der deutsche Gesetzgeber ist, dies ist leider zu konzedieren, sehr zurückhaltend, wenn nicht sogar fahrlässig nachlässig. Das allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) vom April  2013 implementiert gerade eben den durch die Europäische Kommission vorgegebenen Mindeststandard.

Die dgti e.V. fordert den deutschen Staat und im Besonderen die deutsche Bundesregierung dazu auf:

  1. Unverzügliche Abschaffung der zweifachen psychologischen Begutachtung und damit der gutachterlichen Feststellung einer psychischen Störung transsexueller Menschen als Voraussetzung zur rechtlichen Anerkennung der persönlichen geschlechtlichen Identität (Transsexuellengesetz (TSG) §4(3)).
  2. Gesetzliches Verbot geschlechtlich zuweisender Operationen oder anderer somatischer Maßnahmen an intersexuellen Menschen vor ihrer Einwilligungsfähigkeit.
  3. Verankerung des Rechts auf medizinische Versorgung für trans* und transsexuelle Menschen im Sozialen Gesetzbuch (SGB).
  4. Staatliche Anerkennung und gesetzliche Verankerung des besonderen Schutzes von Menschen auf Grund ihrer persönlichen geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung. Dieser Schutz muss zwingend alle Lebensbereiche umfassen, nicht nur wirtschaftlich relevante Gebiete, wie sie derzeit das AGG umfasst.
  5. Aufnahme der geschlechtlichen Identität und sexueller Orientierung als besonders zu schützende Güter in das Grundgesetz - so wie es Malta im April 2015 beispielhaft implementierte.
  6. Explizite Erweiterung des §46 Strafgesetzbuch (STGB), zur Strafverschärfung bei Straftaten, die auf Grund der geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung verübt wurden, sogenannte Hassverbrechen.

Die dgti e.V. fordert den deutschen Staat auf, insbesondere alle staatlichen Institutionen und Behörden aufzuklären und Diskriminierungssituationen unverzüglich abzubauen. Ausschließliche Anreden "Herr / Frau" in Anschreiben und Formularen diskriminieren aktiv und strukturell durch ihre zweigeschlechtlichen Vorgaben und
Zwangszuordnungen. Fehlende Aufklärung aller staatlichen Stellen führt immer wieder zu diskriminierenden Situationen, in denen die persönliche geschlechtliche Identität der Bürger_innen nicht geachtet wird. Wir fordern den deutschen Staat auf, schnell zu handeln. Grund- und Menschenrechte dulden keinen Aufschub.

 


Berlin, 14.06.2016

Orlando, USA: Gewalt gegen LSBTTIQ

Wir sind geschockt. Dies war ein Angriff auf uns alle, ganz egal in welchem Land wir leben. Bitte wisst, dass die dgti gemeinsam mit der ganzen LSBTTIQ Gemeinschaft an dem Schock und Trauer der Community in Orlando Anteil nehmen. Unsere Gedanken und guten Wünsche gelten den Familien derer die gestorben sind und ihren Freunden und sie sind mit denen, die verwundet wurden.


Und wir gedenken allen Opfern von Trans- und Homophobie:
http://dayagainsthomophobia.org/
https://tdor.info/


Nürnberg, 05.12.2015

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Helma Katrin Alter

Am Samstag, dem 5. Dezember 2015 hatte die Stellvertretende Vorsitzende der dgti e.V. Sandra Wißgott die Ehre, der langjährigen früheren Vorsitzenden Helma Katrin Alter die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft in der dgti e.V. sowie ein kleines Präsent als Anerkennung für die Verdienste Helma Katrin Alters um die dgti e.V. zu überreichen. Die Urkunde war wenige Tage zuvor von der amtierenden Vorsitzenden Patricia Metzer in Berlin unterzeichnet worden.

 

Ehrenurkunde Helma Katrin Alter     Ehrenmitglied Helm Katrin Alter

 

Liebe Katrin,

wir alle danken dir sehr herzlich für all das, was du in den letzten Jahren für die dgti e.V. geleistet hast!

Patrricia Metzer, Voristzende
Sandra Wißgott, Stellvertretende Vorsitzende

 


Mainz, 23.10.2015

Meldung: Bundesratsinitiative zum Ersatz der psychologischen Begutachtung nach TSG durch ein Antragsverfahren

In den vergangenen 30 Jahren hat die Bundesregierung alle Forderungen nach Änderungen des Transsexuellengesetzes (TSG) ignoriert oder deren Umsetzung verzögert.

Nach wie vor sind für eine Vornamens- /Personenstandsänderung zwei psychiatrische Gutachten notwendig.

Einige Änderungen am TSG gab es u.a. durch Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes. Seit 2011 gab es in der Rechtsprechung keine weiteren Fortschritte.

Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität dgti e.V. hat daher die Landtagsfraktionen der Bundesländer gebeten im Bundesrat die Initiative zu ergreifen, um die im Transsexuellengesetz (TSG) vorgeschriebene zweifache psychiatrische Begutachtung für eine Personenstands- / Vornamensänderung aus ethischen und medizinischen Gründen abzuschaffen und durch ein einfaches Antragsverfahren ohne Karenzzeit auf Basis der Selbstbestimmung zu ersetzen.

Dies folgt dem Beispiel mehrerer EU- Länder wie Irland und Malta, den Forderungen der Europaratsresolution 2048 und den Ergebnissen mehrerer Studien zur Begutachtung nach dem TSG.

Die Initiative wird von mehreren bundesweit tätigen Vereinen, regionalen Gruppen/Verbänden sowie namhaften Einzelpersonen unterstützt.

Das Anschreiben zur Initiative ist als PDF erhältlich, die Liste der Unterzeichner ist ebenfalls als PDF erhältlich.

 


Göttingen / Berlin, 23.08.2015

Bundesverband Trans* gegründet

Pressemitteilung des

Bundesverband Trans* e.V.i.G.
Für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt!

am 23.08.15 gründeten 59 Gründungsmitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet den Bundesverband Trans* e.V.i.G. als eine gemeinsame Interessenvertretung von ca. 33 Vereinen, Initiativen, Gruppen und weiteren Einzelpersonen.

Der Bundesverband Trans* e.V.i.G. versteht sich als ein gemeinsames Dach vielfältiger Vereine, Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen, deren gemeinsames Anliegen es ist, die gesellschaftliche Situation von transgeschlechtlichen Personen in Deutschland maßgeblich zu verbessern. Noch immer sind transgeschlechtliche Personen erheblichen sozialen, medizinischen und rechtlichen Benachteiligungen ausgesetzt.

Mit dem Bundesverband Trans* e.V.i.G. ist ein Ansprechpartner auf der Ebene des Bundes geschaffen. Die berechtigten Anliegen transgeschlechtlicher Personen müssen gehört und maßgeblich in kommende Veränderungen besonders im rechtlichen und medizinischen Bereich einbezogen werden. Die Entpathologisierung transgeschlechtlicher Lebensweisen ist unverzichtbar und entspricht auch der Resolution Nr. 2048 des Europarates vom 22.04.15 [1].

Der Bundesverband Trans* e.V.i.G. steht für mehr Sichtbarkeit von Trans*personen sowie geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in unserer Gesellschaft. Damit sieht er sich in geschwisterlicher Verbundenheit mit lesbischen, bisexuellen, schwulen, queeren und inter* Verbänden. Wir wollen die Gründung unseres Bundesverbandes Trans* e.V.i.G. besonders als ein Signal an alle Menschen verstanden wissen, die ihre geschlechtliche Vielfältigkeit erleben und diese auch leben wollen. Es soll ihnen und auch ihren Eltern und Angehörigen Mut und Freude schenken für ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft.

Kontakt:
Bundesverband Trans * (BVT*)
Für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt!
eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

[1] Resolution Nr. 2048 des Europarates http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/X2H-Xref-ViewPDF.asp?FileID=21736&lang=en

 


Berlin, 08.06.2015

Dokumentarischer Kurzfilm "Mädchenseele"

Die dgti unterstützt dieses Filmprojekt:

Für die kleine Polly ist es ganz klar, sie ist ein Mädchen, weil sie eine "Mädchenseele" hat.
http://www.visionbakery.com/maedchenseele-doku
 
Der dokumentarische Kurzfilm "Mädchenseele" begleitet das Trans*Mädchen Polly über ein Jahr lang. Den Startschuss gibt ihre Einschulung. Denn sie markiert für alle Kinder und für Polly im Besonderen einen neuen Lebensabschnitt. Das erste Mal ist sie nun auch ganz offiziell ein Mädchen. So steht es in ihren Unterlagen, ihre Zeugnisse werden auf ihren weiblichen Vornamen ausgestellt, sie geht selbstverständlich auf die Mädchentoiletten und -umkleidekabinen. Wird ihr Geheimnis entdeckt?

"Mädchenseele" wurde von der Mitteldeutschen Medienförderung für das Nachwuchs Pitching KONTAKT 2015 am 3.7.15 ausgewählt!
Anne Scheschonk, Freie Autorin und Filmemacherin, Absolventin der Professional Media Master Class für Dokumentarfilm 2011, lebt und arbeitet in Halle (Saale)

Patricia Metzer

 


Travemünde, 05.06.2015

Mitgliederversammlung 2015

Die Mitgliederversammlung 2015 der dgti e.V. fand vom 5. bis 7. Juni 2015 im Theodor-Schwartz-Haus in Travemünde statt.

 

Mitgliederverammlung 2015

 

Im Zuge dieser Mitgliederversammlung wurde eine überarbeitete Satzung mit damit verbundener Beitragsordnung beschlossen und der Vorstand neu gewählt. Hier das Ergebnis der Neuwahl:

 

Vorstand

1. Vorsitzende Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Berlin
Stellv. Vorsitzende Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Wolframs-Eschenbach
Stellv. Vorsitzende Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Braunschweig
Schriftführerin Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Siegen
Weiteres Vorstandsmitglied Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Heinsberg

Als Kassenprüfer wurden gewählt: Mara Prescher und Jane Thomas.

 

Vorstandschaft 2015

von links nach rechts: Patricia Metzer, Dagmar, Kohnen, Sandra Wißgott, Nicole Faerber, Andrea Ottmer

 


Berlin, 22.04.2015

"Die Instrumentalisierung der Transsexuellen" durch die neue Rechte, ein Kommentar

Ein Artikel von Frau Trischa Dorner in einem Leitmedium für Jugendliche der neuen Rechten [1] macht deutlich, wie die neue Rechte offensichtlich die „echten Transsexuellen“ für sich gegen den so titulierten „Genderwahn“ zu gewinnen versucht.

Mit Befremden registriere ich, dass es Transsexuellengruppen gibt, die diesen Artikel hochjubeln und als Erleuchtung feiern, aber das Umfeld, aus dem dieser Artikel stammt, ignorieren. Das die Europaabgeordnete Frau von Storch von der AfD hier zitiert wird, scheint manche noch viel weniger zu stören.

Frau von Storch ist auch eine der Personen, die hinter den „Besorgten Eltern“ steht und die deutschlandweit gegen den „Genderwahn“ in den Schulen kämpft. Die Forderung, in Schulbüchern neben heteronormativen Familie auch andere Familienmodelle vorkommen zu lassen, setzt sie mit Sexualkundeuntericht für Grundschüler gleich. Eine gelinde Übertreibung.

Wer glaubt, dass gerade von denen am äußeren und äußerstem rechten Rand, im Falle ihrer Machtübernahme, Positives für irgendwelche Transsexuellen ausgehen würde, muss wirklich naiv sein oder hat schlicht aus der Geschichte nichts, aber auch gar nichts, gelernt.

Wie kann man glauben, dass eine politische Richtung, die schwule und lesbische Lebensweisen bekämpft, auch nur im Ansatz für Trans*Menschen oder auch nur „echte Transsexuelle“ gut sein kann? Ist nicht auch ein großer Teil dieser Menschen nach der Transition, nach deren Definition, dann homosexuell? Können sie nach der Transition die vielen Kinder zeugen und gebären, die wir laut Vertretern dieser neuen Rechten, gegen die „Islamisierung“ bräuchten?

Nein, eine von Intoleranz geprägte Gesellschaft kann für keine Randgruppe gut sein, auch nicht für die sogenannten „echten Transsexuellen“. Wenn gelänge, was die neue Rechte anscheinend versucht zu erreichen, nämlich die Spaltung der Trans*Menschen, kann nur dazu führen, dass deren Kampf für ihre Rechte im Sande verliefe. Etwas, mit dem die neue Rechte, wenn sie dieses nicht sogar beabsichtigt, sicher sehr gut leben kann, weil dann aus ihrer Sicht eine Bedrohung des klassischen Familienbildes wegfiele.

Ich weiß nicht, ob Frau Dorner den professionellen Rattenfängern der neuen Rechten auf den Leim gegangen ist oder ob sie sich gerne vor deren Karren hat spannen lassen. Das Zitieren von Frau von Storch spricht allerdings leider für Letzteres. Erschreckend ist aber zu sehen, dass eine nicht ganz kleine Anzahl von Trans*Menschen diesen Artikel hochleben lassen, ohne zu hinterfragen, wer ihn wo und warum eingestellt hat.

Andrea F. Ottmer

[1] Trischa Dorner, „Instrumentalisierung der Transsexuellen“ in „Blaue Narzisse“, 9. April 2015
 


Strasbourg, 10.03.2015

Straßburger Gerichtshof stärkt Recht auf Geschlechtsangleichung

Die Straßburger Richter haben ein Urteil erlassen, nach dem Transsexuelle ein Recht auf eine Geschlechtsangleichung haben. Von den EU-Ländern fordern sie, zu restriktive Regeln abzuschaffen.

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat am 10. März 2015 in einem Grundsatzurteil CEDH 075 (2015) das Recht von Transsexuellen auf eine Operation zur Geschlechtsangleichung gestärkt. Die Straßburger Richter gaben einem türkischen Transsexuellen Recht, dem die Gesundheitsbehörden über Jahre eine Geschlechtsangleichung verweigert hatten. Er war als Mädchen geboren worden, fühlte sich aber von Kindheit an als Junge.

Die türkischen Gerichte verweigerten die Operation zur Angleichung des Geschlechts. Sie argumentierten, dass eine eindeutige Ausprägung weiblicher Geschlechtsorgane vorliege. Das derzeit geltende türkische Recht sieht als Bedingung für eine Operation zum männlichen Geschlecht in der Regel vor, dass die betreffende Person nicht schwanger werden kann.
 

Quelle: http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng-press/Pages/search.aspx#{%22sort%22:[%22kpdate%20Descending%22]} oder http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng-press/pages/search.aspx?i=003-5032376-6183620

 


Berlin, 07.02.2015

Stellenausschreibung  im T*-Bereich

Das Jugendnetzwerk Lambda und die Trans*Aktiv Vernetzungsstelle suchen zum 1. März 2015 eine Projektkoordination für Trans*Aktiv (Teilzeit, 10 Stunden/Woche) - hier die Stellenausschreibung.

 


Berlin, 25.01.2015

Meldung

Vielfalt statt Einfalt

Nach dem großen Erfolg und Zuspruch in Hamburg, geht das Bündnis Vielfalt statt Einfalt nun auf Deutschland-Tour.

Die "Besorgten Eltern" planen für 2015 Proteste in mehreren Städten:  am 14. Februar Köln, 28. März München, am 18. April Kassel, am 16. Mai Augsburg, am 30. Mai Münster, am 13. Juni wieder Hamburg, am 18. Juli erstmals Berlin, danach am 22. August wieder Augsburg, am 12. September Hamburg und am 24 Oktober Kassel. Die letzte Demo des Jahres soll es am 7. November in Nürnberg oder Augsburg geben.

Weitere Info zur Aktion "Vielfalt statt Einfalt":
 
 

Berlin, 23.01.2015

Meldung

Vielfalt statt Einfalt

Hamburg demonstriert Vielfalt - Aufruf zu Kundgebung am 24.1.2015

Seit mehreren Monaten erlebt Deutschland eine rückwärtsgewandte Diskussion über Sexualpädagogik sowie den Umgang mit der Vielfalt sexueller Identitäten und Orientierungen im Schulunterricht. Unter dem Motto „Der Regenbogen gehört uns“ rufen die „Besorgten Eltern“ für den 24. Januar 2015 zu einer Demonstration in Hamburg auf. Sie richtet sich unter anderem gegen eine angebliche „Frühsexualisierung von Kindern“ und die „Entmündigung der Eltern“ bei der Sexualaufklärung.

Das Hamburger Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt ruft für den gleichen Tag zu einer Kundgebung unter dem Motto „Hamburg demonstriert Vielfalt“ auf: Wir wollen damit ein sichtbares Zeichen gegen den drohenden Rollback in Sachen Sexualaufklärung und Lebensformenpluralität setzen.

  • Wir wehren uns gegen die seit Monaten anhaltende und von Teilen der Medienöffentlichkeit mitgetragene Diffamierung einer zeitgemäßen und verantwortungsvollen Sexualpädagogik.

  • Wir wehren uns dagegen, dass unter dem Deckmantel des „Kinderschutzes“ sinnvolle Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit als „Sexualisierung von Kindern in Kita und Grundschule“ diffamiert wird.

  • Wir wehren uns gegen homophobe, sexistische und rechtspopulistische Parolen, mit denen all jene ausgegrenzt werden, die nicht der heterosexuellen Norm und dem gängigen Bild der Vater-Mutter-Kind-Familie entsprechen.

  • Wir treten dafür ein, dass die Vielfalt von sexueller Orientierung und Geschlecht, von Familien- und Rollenbildern selbstverständliches Querschnittsthema in allen Bildungseinrichtungen wird. Sexualpädagogik ist immer auch Anti-Diskriminierungsarbeit. Dazu gehört die Vermittlung der Gleichwertigkeit von Hetero-, Bi- und Homosexualität genau so, wie von Cis, Trans* und Intersexualität.

http://www.vielfalt.hamburg/

 


Berlin, 09.01.2015

Pressemeldung

Der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V., dgti e.V

Mit großer Bestürzung hat die dgti das Dekret der Russischen Regierung [1,2,3,4] zur Kenntnis genommen, durch das Transgendern und transsexuellen Personen keine Fahrerlaubnis mehr erteilt werden soll. Die Begründung, es handele sich, insbesondere bei Transsexualität, um eine psychische Störung oder gar Erkrankung, entbehrt jeder Grundlage.

Seit bereits über 10 Jahren setzt sich die dgti e.V. zusammen mit anderen Organisationen und Verbänden für die Entpathologisierung Transsexueller Menschen ein. Der durch die WHO [5] herausgegebene und aktuell in der Revisionsphase befindliche neue internationale Klassifikationskatalog für Krankheiten, ICD-11 [6], trägt dieser aktuellen Entwicklung voll und ganz Rechnung, denn ein Krankheitsbild "Transsexualität" wird darin nicht mehr beschrieben.

Die aktuelle Entwicklung in Russland basiert ganz offenbar auf völlig veralteten und wissenschaftlich nicht haltbaren Annahmen.

Die dgti e.V. fordert die Russische Regierung dazu auf, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Entwicklungen zur Kenntnis zu nehmen und ihre Entscheidung auf dieser Basis zurückzunehmen. Die dgti e.V. fordert zudem die Deutsche Politik dazu auf, von Russland die sofortige Rücknahme dieses Dekrets zu verlangen. Dekrete wie dieses sind eindeutig diskriminierend und verstoßen gleich mehrfach gegen allgemein anerkannte Grund- und Menschenrechte.

[1] BBC online, 8.1.2015
http://www.bbc.com/news/world-europe-30735673

[2] Deutsche Welle, 8.1.2015
http://www.dw.de/russia-hits-transgender-drivers-with-license-ban/a-18180841?maca=en-rss-en-all-1573-rdf

[3] Spiegel online, 9.1.2015
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/russland-transsexuelle-sollen-keinen-fuehrerschein-mehr-machen-duerfen-a-1012038.html

[4] Dekret der Russischen Regierung
http://publication.pravo.gov.ru/Document/View/0001201501040003?index=1&rangeSize=1&filtercode=government&filterid=8005d8c9-4b6d-48d3-861a-2a37e69fccb3&back=False

[5] WHO
http://www.who.int/en/

[6] WHO ICD-11
http://www.who.int/classifications/icd/revision/en/

 


Berlin, 01.01.2015

Neujahrswunsch

 

Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität dgti e.V. wünscht Ihnen allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2015.

Die Vorstandschaft

 


Berlin, 01.01.2015

Spendenaktion von TrIQ

 

Liebe Besucher unserer Seite,

TransInterQueer e.V. hat einen Spendenaufruf getätigt, den wir gerne unterstützen möchten. Hier findet Ihr den Aufruf von TrIQ mit em Link zur Spendenseite

 

Liebe TransInterQueers* & friends - TrIQ braucht Euch!

Spendet Spendet Spendet .... bis 14.1.2015 - die erste gute Tat des neuen Jahres:

http://www.gofundme.com/jgyv3k

TrIQ muss 20% Eigenfinanzierung für seine ersten größeren Förderantrag für Trans* Sichtbarkeit, Empowerment & Medienarbeit zusammen kriegen.
Jeder Euro zählt vierfach!

Bitte unbedingt möglichst schnell an möglichst viele weiterleiten - DANKE!

Fronck

 


Dresden, 29.10.2014

Fachartikel zur Stimmanpassung bei Transidenten

 

Hier finden Sie einen Fachartikel zur Stimmanpassung bei Transidenten, der von Mitarbeitern des Uniklinikums Dresden verfasst wurde.

 


Siegen, 22.09.2014

Neue Beratungsstelle der dgti

 

Seit dem 22. September 2014 besitzt die dgti eine neue Beratungsstelle. Hier finden Sie die Kontaktdaten der Beratungsstelle:

 

NRW / Südwestfalen

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Nicole Faerber
Sieghütter Hauptweg 48
57072 Siegen

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Termine nach Vereinbarung.

 

Wir wünschen der Inhaberin der neuen Beratungsstelle viel Spaß und Erfolg in ihrer Beratungsarbeit!

Sandra Wißgott 

 


München, 23.07.2014

Studie Coming-Out-Verläufe und Diskriminierungs-Erfahrungen von LGBT-Jugendlichen

 

Derzeit wird am Deutschen Jugendinstitut in München eine Studie mit dem Titel „Coming-out – und dann…?!“ durchgeführt. Damit sollen – finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – in dieser Größenordnung bundesweit erstmalig wissenschaftliche Daten zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhoben werden. Besonders im Fokus stehen dabei die Erfahrungen rund um das Coming-out und was dieses für Jugendliche und junge Erwachsene bedeutet: Welche Erfahrungen – positive, aber auch diskriminierende – machen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihren Familien, in ihrem Freundeskreis und in der Schule, Ausbildung, Uni oder Arbeit? Welche Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten nutzen sie in dieser Zeit und welche Rolle spielen dabei Freizeit- und Beratungseinrichtungen für Jugendliche? Die entsprechenden Daten sollen mit Hilfe eines Online-Fragebogens und in einer Reihe von persönlichen Interviews erhoben werden.

Wenn Sie diese Studie unterstützen möchten lesen Sie bitte hier weiter ...

 

 


 Berlin, 31.01.2014

Neue Adresse der Bundesgeschäftsstelle

 

Ab sofort erreichen sie die Bundesgeschäftsstelle der dgti unter der Adresse:

 

Bundesgeschäftsstelle
dgti e.V. c/o Patricia Metzer
Postfach 480108
12251 Berlin
Telefon: 030 - 24615492   -   Mittwoch ist Ruhetag!

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 


Stuttgart, 19.01.2014

Onlinebefragung zur Lebenssituation von LSBTTIQ-Menschen in Baden-Württemberg

 

Seit dem 20. November 2013 können Sie an der anonymen Onlinebefragung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen in Baden-Württemberg teilnehmen.

 Für Akzeptanz & gleiche Rechte in Baden-Württemberg

 
Die Onlinebefragung ist Teil der Erstellung des Aktionsplans "Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg" und möchte sowohl positive als auch negative Erfahrungen von LSBTTIQ-Menschen in verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Gesundheitswesen, Schule, Arbeit und Kultur erheben. Machen Sie mit und nutzen Sie die Chancen, sich aktiv an dem politischen Prozess zu beteiligen. Der zeitliche Umfang beträgt circa 30 Minuten. Die Befragung endet am 28. Februar 2014.

Hier geht es zur Onlinebefragung:   https://adobeformscentral.com/?f=L2sK7-l0EfQnhW8sIFuEsg

 

 


Berlin, 05.11.2013

Einladung zur Berliner Inter*Tagung

 

Liebe Inter*, Herms, intergeschlechtliche Menschen, Zwitter, Hermaphroditen, Intersexuelle, Angehörige, Partner_innen und Unterstützer_innen,

hiermit laden wir euch herzlich ein zur 2. Inter*Aktion, unserer Inter*Tagung am 15. bis 17. November in Berlin. Ab sofort könnt ihr euch anmelden, ganz einfach per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. (Nähere Informationen dazu hier)

Inter*Tagung 2013

 

Die Tagung ist aufgeteilt in einen für alle Interessierten offenen Teil (Freitagmorgen bis -nachmittag) und einen geschlossenen Teil, der Inter* und ihren Angehörigen/Partner_innen vorbehalten ist, von Freitagabend bis Sonntag. (Wer inter* ist, machen wir natürlich nicht von medizinischen Diagnosen abhängig – hier zählt allein die Selbsteinschätzung.)

Wir beginnen am Freitag um 11.00 Uhr mit Workshops und Vorträgen, ab 13.30 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion zu aktuellen sozialen und politischen Entwicklungen. Auch Samstag und Sonntag gibt es eine große Bandbreite von Workshops und Vorträgen zu politischen, aktivistischen, kulturellen, wissenschaftlichen, alltagspraktischen und selbsthilfeorientierten Themen, außerdem natürlich Pausen mit Verpflegung, Kultur, Filmen und Zeit für informellen Austausch und um sich kennen zu lernen.

Ort, genaue Zeiten, Teilnahmebeiträge, das vorläufige Programm und mehr findet ihr auf www.intertagung.de (wird laufend aktualisiert, also gern öfter vorbeischauen!) .

Veranstaltet wird die Tagung von der Internationalen Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (IVIM / OII-Deutschland) und TransInterQueer e.V. (TrIQ), mit freundlicher Unterstützung durch die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung und die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld .

 

 


Hanau-Steinheim, 27.08.2013

Neue Beratungsstelle der dgti

 

Seit dem 27. August 2013 besitzt die dgti eine neue Beratungsstelle. Hier finden Sie die Kontaktdaten der Beratungsstelle:

 

Hessen

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Manuel Löw
Eichendorffstraße 2a
63456 Hanau-Steinheim
Telefon: 06181 - 9883207

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Telefonische Beratung: Montags zwischen 18.00 - 20.00 Uhr und Donnerstags zwischen 20.30 - 22.30 Uhr
Termine nach Vereinbarung.

 

Wir wünschen dem Inhaber der neuen Beratungsstelle viel Spaß und Erfolg in seiner Beratungsarbeit!

Sandra Wißgott 

 


Braunschweig, 22.08.2013

Bradley E. Manning outet sich als Chelsea E. Manning

 

Chelsea (Bradley) E. Manning bekannt geworden als Informant von Wikileaks, hat sich heute - nach seiner Verurteilung - als Transfrau geoutet.

 

 

 

As I transition into this next phase of my life, I want everyone to know the real me. I am Chelsea Manning. I am a female. Given the way that I feel, and have felt since childhood, I want to begin hormone therapy as soon as possible. I hope that you will support me in this transition. I also request that, starting today, you refer to me by my new name and use the feminine pronoun (except in official mail to the confinement facility).

[Today Show vom 22.8.2013]

 

Seit die Meldung raus ist, gibt es es in Kommentaren auf den einschlägigen Online-Medien wie z.B. Tagesschau.de Kommentare, die z.B. meinen Mannings wäre dazu gezwungen worden, sich lächerlich zu machen, um nicht mehr als Held herhalten zu können. Andere verleihen ihrer Überzeugung Ausdruck er wolle damit nur bessere Haftbedingungen bzw. eine Verkürzung der Haft erreichen.

Erstere Aussagen sagen mehr über die Autoren aus als über Chelsea Menning selbst, denn sie implizieren, dass nur ein echter Kerl ein Held sein könne, nicht aber eine Frau und schon gar nicht...

Würden letztere Kommentare richtig liegen, dann wäre dieses von Celsea Manning offensichtlich von langer Hand geplant gewesen, denn Bilder von ihr in weiblicher Bekleidung spielten schon während des Gerichtsverfahrens eine Rolle. Außerdem erschiene dieser Schritt doch als extrem gewagt, denn Transpersonen haben, zumindest nach unserer Erfahrung, in Gefängnissen einen ziemlich schweren Stand.

Nein es ist davon auszugehen, dass dieser durchaus mutige Schritt aus freien Stücken gewagt worden ist.

Ob Manning, eine Heldin war oder ist, oder ein Verräter, dass möge jeder selbst entscheiden, der Schritt sich in ihrer Situation als Transfrau zu outen, und anzukündigen die Transition in der nächsten Phase ihres Lebens anzugehen, verdient jedoch, auf jeden Fall, höchsten Respekt.

Andrea F. Ottmer

 


Wolframs-Eschenbach, 17.08.2013

Außerordentliche Mitgliederversammlung der dgti e.V. mit Neuwahl der Vorstandschaft

 

Am 17. August 2013 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung der dgti in Wolframs-Eschenbach statt. Im Rahmen dieser Mitgliederversammlung wurde die Vorstandschaft der dgti neu gewählt. Hier das Ergebnis der Neuwahl:

 

Vorstand

1. Vorsitzende Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Offenburg
2. Vorsitzende Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Berlin
Schriftführer Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Melle-Buer
Weiteres Vorstandsmitglied Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Wolframs-Eschenbach
Weiteres Vorstandsmitglied Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Berne
Weiteres Vorstandsmitglied Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Heinsberg
Weiteres Vorstandsmitglied Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Braunschweig

Als Kassenprüfer wurden gewählt: Mara Prescher, Lotty Maria Wergin und Jane Thomas.

 

Die neue Adresse der Bundesgeschäftsstelle:

dgti e.V.
c/o Andrea Budzinski
Wilhelmstraße 8
77654 Offenburg

Telefon: 0157 - 35656717

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Bundesgeschäftsstelle hat organisatorische und vereinsleitende Funktion, aber keine Individualberatungsfunktion. In Beratungsfragen wenden Sie sich bitte an eine unserer Beratungsstellen.

Sandra Wißgott

 


Nürnberg, 09.06.2013

Mitgliederversammlung der dgti e.V.

 

In der Zeit vom 7. bis 9. Juni 2013 fand zum 15-jährigem Bestehen der dgti e.V. eine  Mitgliederversammlung im Tagungszentrum des Berufsförderungswerks Nürnberg statt.

Mitgliederversammlung 2013

Der alte Vorstand wurde satzungsgemäß entlastet. Ein neuer Vorstand konnte aufgrund formaler Bedenken der Mitgliederversammlung nicht ernannt werden. Daher ist eine neuer Wahlgang notwendig. Dieser erfolgt voraussichtlich in gut sechs Wochen auf einer weiteren Mitgliederversammlung. Der bisherige Vorstand hat sich bereit erklärt, die Geschäftsführung übergangsweise zu übernehmen.

Unter anderem wurde in konstruktiver Weise über eine neue Behandlungsleitlinie sowie die Qualität der  Beratung und Beratungsstellen gesprochen und außerdem  die Zugehörigkeit zu Transgender Europe bekräftigt.

Patricia Metzer,
2. Vorsitzende

 


Tutzing, 16.01.2013

Zur Situation transsexueller Kinder in der Schule vor der offiziellen (gerichtlichen) Vornamensänderung

Hier finden Sie die Ausführungen der Rechtsanwältin Maria Sabine Augstein für das Trans-Kinder Netz (http://www.trans-kinder-netz.de) im Januar 2013 zur Diskussion, wie Schulen mit transsexuellen Kindern idealerweise umgehen sollten. Die Ausführungen sollen eine Hilfestellung für Schulen und deren vorgesetzte Dienstbehörden, aber auch für Schüler und Eltern sein.

 


Berlin, 17.06.2012

Forderungspapier AK TSG Reform

Die dgti  e.V. darf Ihnen als eine der beteiligten Vereine/Organisationen des AK TSG Reform das finale Forderungspapier vorstellen

Lesen Sie bitte mehr unter unserem Artikel Forderungspapier AK TSG Reform (1.6.2012) vorstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Patricia Metzer
2. Vorsitzende dgti e.V.

 


Offenburg, 17.05.2012

LGB ohne T in Baden-Württemberg?

Am 20.04.2012 fand in Stuttgart, im Plenarsaal des Landtages von Baden-Württemberg die LGBT Veranstaltung Aktionsplan für Toleranz und Gleichstellung (Eine öffentliche Anhörung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) statt.

Bei der Vorstellung des Aktionsplan und der folgenden Podiumsdiskussion, hatten folgende Vereine ATME e.V., dgti e.V., TRansidentX) die das T innerhalb LGBT vertraten teilgenommen.

Teilgenommen, für unsere Belange sensibilisiert und am Ende doch beim Pressebericht vergessen? Lesen Sie bitte mehr unter unserem Artikel LGB ohne T in Baden-Württemberg?

Mit freundlichen Grüßen
1. Vorsitzende dgti e.V.

 


Offenburg, 20.03.2012

Neue Kontaktdaten für den Ergänzungsausweis!

Wir geben bekannt, dass ab so sofort (20.03.2012), für die Neu-Beantragungung/Erstellung des dgti e.V. Ergänzungsausweis:

dgti e.V.
c/o Sandra Wißgott
Rangaustraße 1
91639 Wolframs-Eschenbach
Telefon: 0170 - 7405249

die zuständige Person ist. Wir danken Frau Helma Katrin Alter für die jahrelange Arbeit mit der Erstellung der Ergänzungsausweise.

Sämtliche Anträge die bis Dato bei Helma Katrin Alter eingegangen sind werden noch von ihr fertig gestellt werden. Für Neubeantragungen bitte wir die neue Kontaktperson für den Ergänzungsausweis anzuschreiben.

Mit freundlichen Grüßen
1. Vorsitzende dgti e.V.

 


Offenburg, 24.11.2011

Eine wichtige Mitteilung an alle Nutzer und Unterstützer/innen der dgti.

Ab sofort hat die dgti ein neues Konto für Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zahlungen des Ergänzungsausweises gilt:

Bankverbindung
Empfänger: dgti e.V.
Konto: 0013077606, BLZ: 66490000
Volksbank Offenburg

 


Nürnberg, 28.01.2011

Erneut wichtige Paragraphen des Transsexuellengesetzes durch das Bundesverfassungsgericht mit sofortiger Wirkung für rechtsunwirksam erklärt, da sie mit dem Grundgesetz unvereinbar sind

Mit dem Beschluss vom 11. Januar 2011, verkündet am 28.01.11, hat das Bundesverfassungsgericht erneut wichtige Paragraphen des Transsexuellengesetzes außer Kraft gesetzt (siehe Az. 1 BvR 3295/07). Sie dürfen ab sofort, bis zu einer Neuregelung durch den Gesetzgeber nicht mehr angewandt werden.

Es geht dabei um den § 8 des TSG, die rechtlichen Voraussetzungen zur Änderung des Personenstandes für Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität. Unabhängig vom ursprünglichen Klagegegenstand stellt das Verfassungsgericht fest:

1. § 8 Abs. 1 Nummer 3 und 4 des Gesetzes über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen (Transsexuellengesetz – TSG) vom 10. September 1980 (Bundesgesetzblatt I Seite 1654) ist mit Art. 2 Abs. 1 des Grundgesetzes nach Maßgabe der Gründe nicht vereinbar.

2. § 8 Abs. 1 Nummer 3 und 4 des Transsexuellengesetzes ist bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung nicht anwendbar. ...

(der vollständigen Text kann unter frühere Begrüßungsseiten April 2011 nachgelesen werden)

 


 

dgti - Beratungsstellen

Eine Übersicht über unsere Beratungsstellen können Sie hier finden.

 


 

Wichtige Artikel auf www.dgti.info

Zahlenspiele: Wie viele Transmenschen gibt es eigentlich in Deutschland? Man muß davon ausgehen, daß die lange genannte Zahl von 7000 mindestens um den Faktor 10 zu kurz gegriffen ist. Wie kommen solche Zahlen zustande, und hat vielleicht jemand ein Interesse daran, die Zahlen möglichst klein zu halten? Lesen sie hier weiter ...

Zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, welche das Scheidungsgebot für unwirksam erklärte, und zur dabei geforderten Reform des TSG: Was bleibt vom TSG noch übrig? ein Kommentar von Helma Katrin Alter

Fragen der Behandlung (wichtige Hinweise zur Differentialdiagnose für Ärzte und Patienten)

 


 

Ergänzungsausweis

 

Leider kommt es trotz der Hinweise zum Ergänzungsausweis immer wieder vor, dass
 
 
 
 
 
1. der Wunschname nicht deutlich genug angegeben wird
2. das beigefügte Bild nicht den Normen oder der Qualität eines Passbildes entspricht
3. die Kopie der Rückseite des Personalausweises fehlt
4. die im Ausweis enthaltene Adresse nicht mit der Versandanschrift übereinstimmt - entweder muss die Ummeldung erfolgen oder wir brauchen eine Erklärung für die Differenz
5. dass die Kopie des beigefügten Dokuments entweder nicht lesbar ist oder die Gültigkeit des Dokuments bereits abgelaufen ist oder kurz vor dem Ablauf steht
6. das Rückkuvert entweder ganz fehlt oder zu gering frankiert ist
7. die Adresse auf dem Rückkuvert nur schwer lesbar oder an einer postalisch nicht korrekten Stelle zu finden ist
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 

Bundesgeschäftsstelle
dgti e.V. c/o Patricia Metzer
Postfach 480108
12251 Berlin
Telefon: 030 - 24615492
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Die Bundesgeschäftsstelle hat lediglich eine organisatorische und vereinsleitende Funktion, aber keine Individualberatungsfunktion. In Beratungsfragen wenden Sie sich bitte an eine unserer Beratungsstellen.

 


Bankverbindung
Empfänger: dgti e.V.
Konto: 0013077606, BLZ: 66490000
IBAN: DE11664900000013077606, BIC: GENODE61OG1
Volksbank Offenburg

 


frühere Begrüßungsseiten